Bildung genießt oberste Priorität
Fruchtbare Diskussion mit Bildungsstaatssekretär
Michael Ebling in Zeltingen-Rachtig
SPD-Landtagsabgeordnete Bettina Brück hatte im
Rahmen einer neuen Veranstaltungsreihe "Bettina
Brück im Gespräch mit ..." zusammen mit dem
SPD-Ortsverein Bernkastel-Kues den
rheinland-pfälzischen Bildungsstaatssekretär Michael
Ebling nach Zeltingen-Rachtig eingeladen, um mit
interessierten Bürgerinnen und Bürgern über die
Zukunft der Bildung zu diskutieren. "Rheinland-Pfalz
ist ein attraktiver Bildungsstandort mit einem
leistungsfähigen und vielfältigen Schulsystem," so
Bettina Brück nach der Begrüßung durch die
Ortsvereinsvorsitzende Maria Bölinger. "Mit der
wachsenden Bedeutung von Bildung und Wissen gilt es
das Bildungssystem ständig weiterzuentwicklen." In
ihrer Einführung erläuterte Brück einige
grundlegende bildungspolitische Kernpunkte.
Besondere Bedeutung habe für sie die qualitativ
hochwertige Bildungskette von der Kindertagesstätte
über die Grundschulen zu den weiterführenden
Schulen, wobei ihr die Durchlässigkeit zwischen den
Schularten und die vielfältigen integrativen Systeme
wichtig sind. Gleiche Bildungschancen, unabhängig
vom Geldbeutel der Eltern, dafür plädierte die
Sozialdemokratin Bettina Brück leidenschaftlich.
Bildungsstaatsekretär Michael Ebling intensivierte
diese Forderung nach gleichen Bildungschancen für
alle. "Bildung genießt in Rheinland-Pfalz oberste
Priorität. Jeder vierte Euro des Landeshaushalts
fließt in die Bildung," so der Staatssekretär.
Zentrale Schwerpunkte rheinland-pfälzischer
Bildungspolitik sind das Landesprogramm
"Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an", das
die frühen Bildungsprozesse intensiviert, und das
erfolgreiche Ganztagsschulprogramm, das die
Chancengleichheit für Kinder unterschiedlicher
Herkunft in der Bildung und die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf verbessert. Michael Ebling ging
dabei ein auf die schrittweise Beitragsfreiheit für
den Kindertagesstättenbesuch, das
Sprachförderprogramm sowie den Rechtsanspruch für
Zweijährige auf einen Kindergartenplatz ab 2010.
Wichtig sei, dass der Übergang vom Kindergarten in
die Schule "bruchfrei" erfolge, deshalb sei eine
enge Zusammenarbeit beider Institutionen
erforderlich. Er beurteilte die Freigabe des
Elternwillens beim Wechsel von der Grundschule zu
einer weiterführenden Schüle positiv. Die
Durchlässigkeit der Systeme muss weiter
gewährleistet sein, um den verschiedenen
Entwicklungen der Schülerinnen und Schüler gerecht
zu werden. Um der demografischen Entwicklung
Rechnung zu tragen, werden in Zukunft verstärkt
Kooperationen von verschiedenen Schulformen
erforderlich werden. Ebling sprach sich deutlich für
den Erhalt der kleinen Grundschulestandorte aus und
erteilte damit anders lautenden Forderungen des
Rechnungshofes eine klare Absage. Ebenso deutlich
plädierte er für den Hauptschul-Bildungsgang. Die
Versorgung der Hauptschulen mit Schulsozialarbeit
und verschiedene Möglichkeiten weiterer
Praxisorientierung seien erste Schritte zur
Weiterentwicklung. Integrative Schulformen wie die
Regionale Schule oder die Integrierte Gesamtschule (IGS)
gibt es dort, wo ein längeres gemeinsames Lernen vor
Ort von den Eltern und Schulträgern gewünscht wird.
Viele weitere Aspekte der Bildungspolitik wurden
angesprochen wie z.B. das wichtige Thema Qualität
der Bildung und die Reform der Lehrerbildung. Die
rege Diskussion mit dem Publikum war überaus
konstruktiv und spiegelte die Interessen und
Bedürfnisse der Region wieder.
Resümee der Abgeordneten Brück: "Eine voll und ganz
gelungene Auftaktveranstaltung meiner neuen
Gesprächsreihe über aktuelle Themen." In lockerer
Reihenfolge werde die Veranstaltungsreihe
fortgesetzt.