„Schulentwicklung – Was ändert sich im Kreis?“

Erfolgreiche Diskussionsveranstaltung mit Ministerin Doris Ahnen

Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe zur Sache der SPD Bernkastel-Wittlich befasste sich jetzt mit der aktuellen Frage der Schulentwicklung. Mit rund 300 Menschen diskutierte Bildungsministerin Doris Ahnen in der Baldenauhalle Morbach aktuelle Fragen um die geplante Schulstrukturentwicklung in Rheinland-Pfalz und die Auswirkungen auf den Kreis Bernkastel-Wittlich.

In seiner Begrüßung erinnerte Günter Rösch, Vorsitzender der SPD-Kreistagfraktion, an die bisherigen Erfolge rheinland-pfälzischer Bildungspolitik, die mit dem beitragsfreien Kindergarten, der Vollen Halbtagsschule, Ganztagsschulangeboten und einem eigenen Weg beim achtjährigen Gymnasiums als verpflichtende Ganztagsschule zukunftsweisende Wege beschritten hat.

Bildungsministerin Doris Ahnen stellte anschließend dann auch ihren Vorschlag zur künftigen Schulstruktur in einem engagierten Vortag vor. Mit der Weiterentwicklung der Schulstruktur und zusätzlichen pädagogischen Angeboten soll die Schullandschaft in Rheinland-Pfalz fit für die Zukunft gemacht werden. „Die demografische Entwicklung und das veränderte Bildungswahlverhalten von Eltern machen dies notwendig“, so die Ministerin. Deshalb soll das künftige Angebot der weiterführenden Schulen  neben dem Gymnasium und der Integrierten Gesamtschule (IGS) die neue Realschule plus umfassen. Die Bildungsgänge Hauptschule und Realschule werden in einer Schulart zusammengeführt. Die Realschule plus bietet dann unter ihrem Dach die beiden Schulformen Kooperative Realschule und Regionale Schule an, die zum Mittleren Schulabschluss und zum Abschluss der Berufsreife führen. Bei entsprechenden Voraussetzungen bietet die Realschule plus zudem die Fachhochschulreife an. Unter dem Motto „Zweigliedrigkeit mit Plus“ werden somit gleiche Bildungschancen angeboten, gute Perspektiven und klare Wege aufgezeigt.

In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum, die von der Landtagsabgeordneten Bettina Brück moderiert wurde, hatte Ministerin Doris Ahnen mehrfach Gelegenheit, die Ziele der Reform genauer zu erläutern. So biete die Zusammenlegung zur Realschule Plus neue Perspektiven für Hauptschulen und Bildungsabschlüsse werden in zumutbarer Entfernung gesichert. Die Reform erfülle den Wunsch vieler Eltern und Pädagogen nach längerem gemeinsames Lernen und einer individuellen Förderung aller Schülerinnen und Schüler, den Schwächeren sowie den Stärkeren, erklärte Doris Ahnen. Besonders am Herzen liegt der Ministerin die Reduzierung der Schulabbrecherquote mit dem Projekt „Keiner ohne Abschluss“. Außerdem komme der Stärkung der Berufsorientierung und den verbesserten „Aufstiegsmöglichkeiten“ zwischen den Schularten bis hin zum Erwerb der Fachhochschulreife in der Realschule plus eine besondere Bedeutung zu.

Moderatorin Bettina Brück wies das Publikum auf einen Antrag der SPD-Kreistagsfraktion zur Erstellung eines Schulentwicklungskonzeptes hin, der im vergangenen Herbst beschlossen wurde. „Ein gutes Schulentwicklungskonzept ist eine zwingende Voraussetzung, damit diese richtige Schulreform vor Ort auch optimal umgesetzt werden kann“, machte Bettina Brück deutlich.

In seinem Schlusswort zog Kreisvorsitzender Dieter Burgard eine positive Bilanz zu der konstruktiven Diskussion und hob hervor, dass die SPD im Kreis immer im Dialog mit der Bevölkerung sei und weiter Informations- und Diskussionsveranstaltungen zu aktuellen Themen anbieten werde. Abschließend überreichte Marcus Heintel als Vorsitzender der örtlichen SPD Ministerin Doris Ahnen ein Präsent als Dankeschön.