SPD-Arbeitnehmer stehen hinter Parteichef Beck
Landeskonferenz der AfA in Konz wählte neuen
Vorstand und setzte inhaltliche Akzente
KONZ. Bei der Landeskonferenz der
Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA)
wurde Alfred Klingel, Betriebsratsvorsitzender bei
der Adam Opel AG in Kaiserslautern, einstimmig als
Landesvorsitzender wiedergewählt. Die Konferenz
behandelte auch drei Anträge aus dem Kreis
Bernkastel-Wittlich.

So
beantragten die Bernkastel-Wittlicher, dass die
Berufsausbildungsförderung auch auf ältere
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgeweitet
werden solle. Darüber hinaus soll der Gesetzgeber
rechtliche Rahmenbedingungen für flexiblere
Arbeitszeiten für Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer verändern, sodass diese ihre Kinder
zunächst zu einer Betreuungsstätte bringen und
anschließend zur Arbeit gehen können. Beide
Anträge wurden fast einstimmig angenommen. Auch im
personellen Bereich hatte die AfA
Bernkastel-Wittlich Erfolg: Marcus Heintel
(Morbach) wurde mit einem guten Ergebnis im
Landesvorstand bestätigt, außerdem wurden er und
Regina Becker (Zeltingen-Rachtig) zu
Bundeskonferenzdelegierten gewählt.
Weiteren Raum nahm die Behandlung der Anträge ein,
insgesamt 15 Anträge hatten die Delegierten aus
ganz Rheinland-Pfalz abzuarbeiten. Die
AfA-Landeskonferenz fordert eine Begrenzung der
Leiharbeiterzahlen auf 5 % bei Auftragsspitzen und
eine Aufhebung des
Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Außerdem verlieh
ein einstimmiger Beschluss der Forderung nach
Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von
mindestens 7,50 Euro besonderes Gewicht, wodurch
ALG II-Aufstockungen und Kombilöhne obsolet werden
sollen. Einig waren sich auch die Delegierten in
ihrer Ablehnung der Rente mit 67 Jahren und der
Wiedereinführung der „Pendlerpauschale“ in der
alten Form.
Ein Initiativantrag der
Kreisverbände Bad Kreuznach und
Bernkastel-Wittlich stellte sich hinter den
Beschluss des Parteivorstandes der SPD, angesichts
der bestehenden politischen Verhältnisse sei diese
Entscheidung nachvollziehbar. Damit werde
eindeutig und in solidarischer Weise der Kurs des
Parteivorsitzenden Kurt Beck unterstützt. Der
Erfolg der von Ministerpräsident Beck geführten
Landesregierung beruhe auf den Säulen soziale
Gerechtigkeit, wirtschaftlicher Erfolg,
Nachhaltigkeit und Chancengleichheit. Aufgrund
dieser verantwortungsvollen Politik sei die
rheinland-pfälzische Sozialdemokratie so stark und
nicht auf die „Linke“ angewiesen. Der Beschluss
des Parteivorstandes sei ein demokratischer
Vorgang, der entschieden zu begrüßen sei, weil er
es basisdemokratisch den Landesverbänden
überlasse, mit welchen Parteien verhandelt werde.
Dies sei aber nicht ein Freifahrtschein für die
Zusammenarbeit mit der Partei „Die Linke“.
Fortschrittliche Politik für Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer könne nur mit und nicht gegen die SPD
gemacht werden, die Sozialdemokratie sei die
Linke, das Original seit 1863. Der Antrag wurde
mit breiter Mehrheit angenommen.