Neues aus dem Kreistag

WITTLICH. Ganz im Zeichen der Vorberatungen zum Schulentwicklungsplan für den Kreis Bernkastel-Wittlich, der Diskussion um den Ausstieg aus dem Flughafen Bitburg, dem SPD-Antrag zu einem Armutsbericht im Kreis und der ab 2009 geplanten Gebührensenkung bei der Abfallentsorgung stand die letzte Kreistagssitzung vor den Sommerferien im Juni 2008.

Ausgiebig diskutiert wurden die Eckpunkte für den im Herbst zu verabschiedenden Schulentwicklungsplan. Die SPD-Fraktion machte dabei deutlich, dass ihr an einer zukunftsfähigen und für alle tragbaren Lösung für alle Schulstandorte im Kreis gelegen ist.

Bei den Abfallgebühren soll es ab 2009 neue und günstigere Entgeltsätze geben. Das ist ganz im Sinne der SPD-Fraktion, für die günstige Gebühren und eine Entlastung von Familien immer wichtigster Ansatzpunkt ist.

Erneut hat die SPD-Kreistagsfraktion den Antrag gestellt, der Kreis soll aus der Flugplatz Bitburg GmbH aussteigen. Diese Auffassung vertritt die SPD im Kreis Bernkastel-Wittlich bereits seit Beginn der Diskussion um eine Beteiligung und hat einen Ausstieg schon im vergangenen Jahr gewollt. Mit den Stimmen der CDU-FDP-Fraktion und der FWG wurde der Ausstiegsantrag der SPD abgelehnt und stattdessen ein wachsweicher Antrag der CDU/FDP-Fraktion zu einem Ausstiegsbeschluss mit Vorbehalt und Hintertürchen beschlossen – da macht die SPD nicht mit.

Des Weiteren hatte die SPD-Fraktion einen Antrag zur Erstellung eines Armutsberichts für den Landkreis Bernkastel-Wittlich gestellt, der zum Ziel haben sollte, Strategien und Hilfen für von Armut betroffenen Menschen im Kreis zu entwickeln. Der SPD war dieser Antrag angesichts der steigenden Zahl von Menschen, die Hilfseinrichtungen wie die Tafel aufsuchen besonders wichtig. Fraktionsvorsitzender Günter Rösch begründete den Antrag eindringlich. Dieser wichtige Antrag wurde von den anderen Fraktionen für uns nicht nachvollziehbar abgelehnt, nur die SPD stimmte zu.

Beim Ausbau der Kindertagesstätten für Kinder unter drei Jahren ist der Kreis zwar schon auf dem richtigen Weg, weitere Anstrengungen müssen allerdings schnell erfolgen, damit der Rechtsanspruch für alle zweijährigen Kinder ab 2009 und die Einjährigen ab 2013 gewährleistet wird. Die SPD-Kreistagsfraktion hob besonders die Anstrengungen des Landes Rheinland-Pfalz hervor, das als erstes Bundesland den Kita-Besuch beitragsfrei gestaltet und außerdem auch als erstes Bundesland die Bundesmittel für den Ausbau der Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahre in ein Förderprogramm umgesetzt hat. Dies muss nun vor Ort durch die Beratung der Kreisverwaltung bei den Trägern und Einrichtungen umgesetzt werden.

Außerdem stand eine Beitrittserklärung des Landkreises zum Regionalen Entwicklungskonzept Region Trier (REK 07) auf der Tagesordnung. Bettina Brück MdL machte deutlich, dass die SPD ablehne, weil damit durch die Hintertür die Kommunalisierung der Regionalen Planungsgemeinschaft betrieben werden soll. Die SPD ist gegen eine weitere Schaffung von noch mehr Strukturebenen, die bestehenden Gremien sind ausreichend. Die Beitrittserklärung wurde gegen die Stimmen der SPD beschlossen.

Bei dem Beschluss zu einer Absichtserklärung zur Schaffung einer Engergieagentur für die Region Trier hat sich die SPD-Fraktion wegen vieler noch offener und ungeklärter Fragen enthalten. Die Absichtserklärung wurde mit den Stimmen der anderen Fraktionen beschlossen.


Hier die Anträge und Redebeiträge der SPD-Kreistagsfraktion als PDF-Dateien:

KT16062008 TOP5.pdf    KT16062008 TOP9.pdf