Schuldenrekord des Kreises
WITTLICH. Der Zustand der
Kreisfinanzen ist besorgniserregend, weil
die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben
immer weiter auseinander klafft. Kluge
Politik ist der Versuch zwischen Einnahmen
und Ausgaben die richtige Balance zu finden.
Haben wir in unserem Landkreis diese
"Balance", oder sind die Schulden in unserem
Kreis zu hoch? Tatsache ist: Ende 2009 hat
unser Landkreis mehr als 57 Millionen Euro
Schulden. Ein trauriger Rekord den die CDU
zu verantworten hat, denn immerhin regiert
diese Partei den Kreis Bernkastel-Wittlich
ohne Unterbrechung - mit Ex-Landrat Dr.
Helmut Gestrich und jetzt mit Landrätin
Beate Läsch-Weber an der Spitze - von Anfang
an bis jetzt.
Wer also verantwortlich war
und ist, trägt auch die Verantwortung. Da
beißt keine Maus den Faden ab. Das Ergebnis
der CDU-Finanzpolitik ist also
niederschmetternd!
Würden wir mit unserer
SPD-Politik auf Kreisebene besser dastehen?
Wir meinen JA!
Zunächst wäre es aber
unredlich, wenn wir sagen würden, es ginge
auch ohne Schulden, es ginge ohne neue
Kreditaufnahme. Wir sagen, sinnvolle
Investitionen - gerade in Krisenzeiten -
müssen durchgeführt werden, z.B. in unsere
Kindergärten, in unsere Schulen oder in den
Straßenbau.
Allerdings, und da legen wir
Wert darauf, könnte der Schuldenberg in der
Tat geringer sein, hätte man auf uns gehört.
Mit vielen Beispielen könnten wir dies
eindrucksvoll belegen. Zwei Beispiele sollen
an dieser Stelle genügen:
Beispiel 1: Immer wieder, und
zwar von Anfang an, haben wir die aus
unserer Sicht parteipolitisch motivierte
Beteiligung unseres Kreises am Flugplatz
Bitburg heftig kritisiert. Für diese
Beteiligung hat die CDU-Mehrheit im Kreistag
mehr als 100 000 Euro verschleudert. Wer
kann da wohl mit Geld nicht umgehen?
Beispiel 2: Der Kreistag hat
in seiner jetzigen Haushaltssitzung gegen
die Stimmen der SPD durchgesetzt, für das
Abschießen von Wildschwein-Frischlingen den
Jägern 20 Euro pro Tier aus Steuermitteln zu
zahlen. Dafür stellt der Kreis insgesamt 60
000 Euro bereit. Zu dieser klaren
Fehlentscheidung haben wir NEIN gesagt, aber
so ist es nun mal in der Politik: Die
Mehrheit bestimmt!
Warum haben wir diesen
Haushalt abgelehnt?
Sicher gibt es dafür viele
Gründe. Wesentlich für uns war die erneute
Erhöhung der Kreisumlage. Was bedeutet diese
Erhöhung für unsere Dörfer und Städte? Mit
dieser Entscheidung greift die CDU
zusätzlich in die Taschen der Kommunen, wohl
wissend dass es Gemeinden gibt, die schon
jetzt nicht mehr in der Lage sind, sinnvolle
und für die Gemeinden wichtige Initiativen
zu finanzieren.
Solche Politik nennen wir
rigoros und schamlos. Unser Vorschlag, auf
diesen zusätzlichen Griff in die Taschen der
Kommunen zu verzichten und stattdessen durch
vernünftige und sinnvolle Maßnahmen dieses
Geld im Kreishaushalt einzusparen, wurde
abgelehnt.